Sind staatliche Medienanstalten wie die der GEZ noch zeitgemäß?

Im Jahr 2015 wurden 8,131 Milliarden Euro an Rundfunkbeiträgen gezahlt, rund 200 Millionen Euro weniger als im Jahr davor. Das Gros floss an die neun Anstalten der ARD mit insgesamt 5,76 Milliarden, das ZDF erhielt zwei Milliarden, das Deutschlandradio 218 Millionen Euro.

In allen Bereichen vermittelt uns die Politik, dass Privatisierung günstiger und besser sei. Sogar im besonders gefährlichen Betreiben eines Atomkraftwerkes mit Auswirkungen auf die Gesundheit und verbunden mit exorbitanten Kosten für zukünftige Generationen (Halbwertzeit, Endlagerung, Unfälle etc.) spricht man hier von gelungener Auslagerung aus staatlicher Verantwortung.

Warum also hängt der Staat so sehr an seiner eigenen Medienlandschaft? Andere Länder wie China oder Russland werden häufig für ihre staatliche Propaganda kritisiert. Aber auch hier in der Bundesrepublik Deutschland haben bereits hoch dotierte Journalisten ihren Unmut darüber geäußert wie restriktiv der staatliche Medienapparat arbeitet. Selbst andere Medien unterstellen den Öffentlich-Rechtlichen regelmäßig Manipulation der Berichterstattung oder desinformative Übernahme von Informationen aus anderen Quellen ohne diese zu prüfen oder gar zu belegen.

Allein für die Eintreibung und die Verwaltung der Gebühren auf den 44 Mio. Beitragskonten werden in der Gesellschaft Zentrale Beitragsservice über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Wenn das Staatsfernsehen ohnehin Pflicht ist und auch in Zukunft bleiben wird, warum dann ein mittelgroßes Unternehmen einrichten, das die Rundfunkgebühren eintreibt und regelmäßig ehrliche Bürger, die sich weigern verklagt und sogar in Zwangshaft steckt? Inwiefern macht es Sinn hier weitere 1.000 Mitarbeiter zu beschäftigen, wenn bereits ein Steuersystem aktiv ist, das ohnehin genug Geld in die Kassen spült? Könnte man nicht wenigstens an dieser Stelle sparen, die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr mit ewigen Mahnungen und Anschreiben nerven und einen kleineren Beitrag aus dem Steuertopf nehmen?

Dimensionen wie bei der  ARD wären bei börsennotierten Privatanbietern unvorstellbar. Der Konkurrent und DAX-Titel ProSiebenSat1 (Programme RTL, SAT 1, VOX) beschäftigt knapp 6.000 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 3,7 Mrd. €, die betriebswirtschaftlich mit den GEZ-Gebühren vergleichbar sind. Während dessen Personalkostenquote bei 16%, verharrt sie bei der ARD über der Marke von 50%.

Die Frage inwiefern es akzeptiert werden kann, dass eine Anstalt mehrere Milliarden Einnahmen jedes Jahr aus gesetzlich festgelegter Quelle erhält und dann dennoch Werbung schaltet, um den privaten Sendern Konkurrenz zu machen, muss auch an dieser Stelle gestattet sein.

Hin und wieder lüftet sich ein Geheimnis über die Höhe der Pensionen. So soll die Leiterin des Rundfunks Berlin Brandenburg RBB, Dagmar Reim, neben der gesetzlichen Rente eine betriebliche Pensionszahlung von rd.12.000 € monatlich erhalten, fast so viel wie Altkanzler Helmut Kohl (12.800 €).

Häufig kommt es dazu, dass Politiker vor dem Karriereende noch in die Aufsichtsräte oder andere hohe Positionen innerhalb der Öffentlich-Rechtlichen wechseln, um dann dort ihre üppigen Pensionen aufzubessern – ein Vorgang, der dringend gestoppt gehört. Sinnvoller wäre es hier ein breites Spektrum an politisch interessierten, aber auch kritischen Journalisten einzubringen. Ein eigener Studentenkanal mit freier Hand für die Berichterstattung könnte gar tatsächlich demokratiefördernd sein und gewaltexzesse von politisch motivierten Demos sowohl von linker wie auch von rechter Seite eingrenzen.

2016 erzielte ein ARD-Angestellter nach dem KEF-Bericht im Durchschnitt eine Gesamtvergütung von 108.252 € jährlich oder 9.021 € monatlich (Tabelle). Dieser Betrag setzte sich aus 7.238 € Gehalt und 1.783 € Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, aus denen seine zukünftige Betriebsrente gespeist wird.

Es ist beängstigend mit welcher Freiheit die Beitragszahlungen in nicht informationsfördernde Kosten versenkt werden und wer sich daran alles bereichert. Ein Ende ist hierbei nicht abzusehen, aber seien wir mal ehrlich: Wer möchte bitte für einen Rundfunkbeitrag zahlen, wenn die stärkste Kraft im Lande plötzlich die NPD wäre? Warum also sollte man deren Wähler zwingen für die jetzige Politik und deren Propaganda zu zahlen? Demokratie im Jahre 2017 geht anders.

Quellen

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/54082-programmbeschwerde-ard-aktuell-unterdruckt-un/
http://www.tagesspiegel.de/medien/8-1-milliarden-euro-rundfunkgebuehren-gez-einnahmen-umstritten-aber-stabil/13738728.html
https://deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2017/2017_05_08_dav_aktuelles_ard.html

Der Journalist ist ja endlich, obwohl es von vielen bezweifelt wird, auch ein Mensch.

Daniel Spitzer (1835 – 1893), österreichischer Feuilletonist

Gute Recherche gegen Kindergarten-Journalismus der GEZ

Wer noch immer nicht für sich geklärt hat welche Medien in diesem Land vornehmlich faktenlose Propaganda verbreiten und versuchen die jeweils anders gesinnten Medien zu diffamieren, der sollte sich folgendes Video nicht entgehen lassen.

In diesem nimmt RT Deutsch einen von der GEZ finanzierten YouTube Nachrichtenkanal faktisch auseinander. So ist selbst das Erkennen und Recherchieren eines Zitates (kommt normalerweise in Anführungszeichen daher) zu schwer für die Öffentlich-Rechtlichen. Ein Armutszeugnis für jeden Journalisten und wer sich dann noch fragt welche Medien besser recherchieren, der sollte lieber bei Bild und Bunte bleiben und sich nicht weiter in geopolotische Diskussionen einbringen oder er läuft Gefahr sich derart zu blamieren, dass selbst jedes It-Girl am Ende intelligenter wirkt.

Jedenfalls sind wir um eine Erfahrung reicher: Medien, die ohne Fakten Anschuldigungen veröffentlichen, können dies gerne weiter tun, aber sollten dann nicht die Frage stellen warum ihnen keiner mehr zuhört.

Quelle
RT Deutsch (https://deutsch.rt.com/meinung/52535-moderator-philipp-walulis-wirft-rt/)

„Die Journalisten sind die Geburtshelfer und die Totengräber der Zeit.“
Karl Ferdinand Gutzkow (1811 – 1878, deutscher Schriftsteller und Journalist, Pseudonym: El Bulwer)

Was ist objektiver, investigativer Journalismus?

Objektivität (von lateinisch obiectum, dem Partizip Perfekt Passiv von obicere: das Entgegengeworfene, der Vorwurf oder der Gegenwurf) bezeichnet die Unabhängigkeit der Beurteilung oder Beschreibung einer Sache, eines Ereignisses oder eines Sachverhalts vom Beobachter beziehungsweise vom Subjekt. Die Möglichkeit eines neutralen Standpunktes, der absolute Objektivität ermöglicht, wird verneint.[1] Objektivität ist ein Ideal der Philosophie und der Wissenschaften. Da man davon ausgeht, dass jede Sichtweise subjektiv ist, werden wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse an bestimmten, anerkannten Methoden und Standards des Forschens gemessen.
Quelle Wikipedia (18.05.2017)

Wenn man nur einen einzigen Satz aus dieser Definition herausnehmen müsste, um den Begriff zu erklären, fällt die Wahl schnell auf „… die Unabhängigkeit der Beurteilung oder Beschreibung einer Sache, eines Ereignisses oder eines Sachverhalts vom Beobachter beziehungsweise vom Subjekt.“ Dieser Satz, sollte uns in Erinnerung bleiben.

Investigativer Journalismus (von lateinischinvestigare ‚aufspüren‘, ‚genauestens untersuchen‘) setzt eine langwierige, genaue und umfassende Recherche vor Veröffentlichung voraus. Themenschwerpunkte sind in der Öffentlichkeit als skandalträchtig angesehene Vorgänge aus Politik oder Wirtschaft.

Andreas Popp Die FakeNews-Kampagne könnte für viele Politiker …

#FakeNews: Der Schuss könnte für viele Politiker und Journalisten nach hinten losgehen.Andreas Popp im Interview mit Eva Herman.Komplettes Interview: youtu.be/AT2O1BGEc8s?list=PL4D67F23E7051106F

Posted by WissensManufaktur.net on Samstag, 21. Januar 2017

 

Zusammenfassend lässt sich also objektiver, investigativer Journalismus als langwierige, genaue, umfassende Recherche von einer Person, die sich auf neutralem Standpunkt befindet, definieren.

Nun vergleichen wir mal diese Aussage mit den Öffentlich-Rechtlichen Medien in der Bundesrepublik Deutschland:

Neutraler Standpunkt: Nein, die GEZ ist ein Staatsorgan und sämtliche ihr angeschlossenen Sender und Medienhäuser gehören somit zum Staat oder sind direkt von diesem abhängig. Insbesondere die Verzweigung zwischen Politikern höchsten Ranges und Sendeaufsehern, die immer mal wieder die Posten wechseln, steht somit im klaren Gegensatz zur Neutralität.

Lange, intensive Recherche: Nein, auch hier müssen wir uns leider von qualitativem Journalismus verabschieden. Besitzen die Sender Auslandskorrespondenten, ist zum einen fraglich inwiefern diese gegen ihren Arbeitgeber berichten würden, zum anderen werden häufig einheitliche Quellen wie die DPA (Deutsche Presseagentur) oder aber Geheimdienste wie NSA, CIA oder BND zitiert ohne deren Version intensiver Prüfung zu unterwerfen (Stichwort „Der Irak besitzt Massenvernichtungswaffen“). Häufig wird den Journalisten auch nicht die zwingend notwendige Zeit eingeräumt Tathergänge intensiv zu untersuchen und beispielsweise selbst Interviews in Landessprache beim Absturz von MH317 zu führen, da dies Geld kostet. Wenngleich man aber sehr wohl bereit ist ca. ein Drittel der GEZ Einnahmen (ca. 7 Mrd Euro insgesamt pro Jahr) für Pensionen auszugeben. Pensionen, die dann wiederum an die Politiker fließen, die zuvor den Medien diktiert haben welche Berichterstattung „Political Correct“ und somit der jeweiligen Regierung dienlich sei.

All das führt leider zum Ergebnis, dass selbst in einer Demokratie wie der in Deutschland, die Medien immer noch kontrolliert sind.

Wer nun glaubt, dass lediglich staatliche Medien problematischer Natur sind, der möge sich mal folgenden Fall überlegen:
Inhaber des Medienhauses A besitzt Wertpapiere bei Unternehmen V. Journalist bei Medienhaus A deckt einen Abgassskandal auf. Wird nun der entsprechende Artikel sofort veröffentlicht? Auch wir können diese Frage nicht klar beantworten, aber zumindest den offenkundigen Interessenskonflikt darlegen.

Wie wäre nun also eine völlig unabhängige Berichterstattung möglich? Es gibt leider keine 100%ig neutrale, objektive Berichterstattung. Das räumt selbst Wikipedia bei der Definition zum Begriff Objektivität ein. Dennoch glauben wir, dass ein System wie einige freie Medien es zurzeit bereits verwenden am sinnvollsten wäre:
Autoren dürfen frei Themen wählen und werden lediglich in der Stylistik, Grammatik und Rechtschreibung unterstützt. Finanzierung des jeweiligen Medienhauses findet ausschließlich über freiwillige, anonyme Spenden aus der Bevölkerung statt. Damit wäre zumindest der Lobbyismus gebannt und die Neutralität und Objektivität zu großen Teilen gewahrt. Ein Autor, der nun in der Ölindustrie arbeitet, könnte durch einen Autor, der sich bei Green Peace engagiert durch einen entsprechenden Gegenartikel immer widerlegt werden – die entsprechenden Beweise bzw. Gegenbeweise vorausgesetzt.

„Die breite Masse ist blind und dumm und weiß nicht, was sie tut.“
Adolf Hitler (kam 1933 an die Macht und tötete daraufhin über 50 Mio Menschen, weil seine Aussage wahr war … und leider noch heute ist)